Anteil an ETF steigt stark : Indexfonds auf Erfolgskurs

Investoren setzen immer mehr auf börsennotierte Indexfonds (ETF) und immer weniger auf Indexzertifikate.
Die Börse Stuttgart hat bereits im Juni mit Indexfonds sogenannten ETF`s  mehr als doppelt soviel umgesetzt wie im Juni des letzten Jahres.
Nach einer aktuellen Umfrage unter mehr als 190 Bankberatern, Produktmanagern und Vermögensverwaltern werden ETF die Indexzertifikate in den kommenden drei Jahren beim Handelsumsatz und beim Anteil im Portfolio deutlich überholen. “Immer mehr private und institutionelle Investoren setzen auf die ETFs (Indexfonds)”, bestätigt auch Thorsten Michalik von DB X-Trackers, der ETF-Sparte der Deutschen Bank.
Indexfonds und -zertifikate sind so genannte passive Produkte, die anders als viele klassische Investmentfonds kein aktives Fondsmanagement mehr benötigen. Hierdurch fallen wesentlich geringere Gebühren an. Vielfach erzielen Indexfonds und -zertifikate sehr oft im Aufschwung bessere Renditen als viele aktiv gemanagte Fonds. Diese Kombination erklärt das gestiegende Interesse der Anleger. Während der Handelsumsatz mit Indexzertifikaten bereits stagniert, setzen die Börsen wieder mehr mit Fondsprodukte um. “Im Fondshandel konnten wir unseren Umsatz mehr als verdoppeln”, bestätigt ein Sprecher der Börse Stuttgart. An dem Handelsplatz stieg der Fondsumsatz im vergangenen Juni um 114 Prozent auf mehr 390 Mio. Euro. Der Umsatz mit Indexzertifikaten lag dagegen im Juni 2009 bei 560 Mio. Euro und stieg im Vorjahresvergleich nur um zehn Prozent.
Investoren achten vor allem nach der Lehmann Pleite bei der Wahl von passiven Produkten nun verstärkt auf Sicherheit, ergab die jährliche Umfrage zum deutschen Zertifikatemarkt von der Berliner Steinbeis Hochschule und der DZ-Bank, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt.
Dieses Sicherheitsstreben begünstigt gerade ETFs. Denn Zertifikate sind von Banken begebende Anleihen. Im Falle einer Bankenpleite, verfallen sie wertlos. ETF dagegen versprechen wesentlich mehr Sicherheit. Sie gehören zum Sondervermögen einer Bank. Selbst wenn diese pleite geht, zählt das Fondsvermögen der Anleger nicht zur Bilanzsumme und wird damit nicht an andere als die berechtigten Gläubiger ausbezahlt.
Fazit: ETF sind sicherer, Investoren greifen nicht zuletzt deshalb stärker zu den Indexfonds als zu den vergleichbaren Zertifikaten. Wobei die Nachfrage nach Zertifikaten knapp zehn Monate nach der Lehman-Pleite offenbar inzwischen dennoch wieder zulegen kann.
In den kommenden drei Jahren sollen ETF die Zertifikate deshalb nicht nur bei den Handelsumsätzen überholt haben, ergab die aktuelle Umfrage. Auch deren Anteil in den privaten Portfolios der Deutschen soll schon bis 2012 größer sein als der von Zertifikaten. ETF werden dann nicht mehr neun sondern bereits zwölf Prozent eines durchschnittlichen Anleger-Portfolios ausmachen. Zertifikate werden bis dahin statt elf nur noch zehn Prozent aus.
Einen Vorteil haben Indexzertifikate jedoch gegenüber passiven Fondsprodukten: Nur mit den strukturierten Bonus-, Discount-, Garantie- oder Reverse-Zertifikaten kann sich der Investor gegen Kursverluste absichern. Vor diesem Hintergrund machen auch Zertifikate für passive Anleger Sinn. Vor allem wenn die Aktienmärkte fallen oder seitwärts tendieren.

Investoren setzen immer mehr auf börsennotierte Indexfonds (ETF) und immer weniger auf Indexzertifikate.

Die Börse Stuttgart hat bereits im Juni mit Indexfonds sogenannten ETF`s  mehr als doppelt soviel umgesetzt wie im Juni des letzten Jahres.

Nach einer aktuellen Umfrage unter mehr als 190 Bankberatern, Produktmanagern und Vermögensverwaltern werden ETF die Indexzertifikate in den kommenden drei Jahren beim Handelsumsatz und beim Anteil im Portfolio deutlich überholen. “Immer mehr private und institutionelle Investoren setzen auf die ETFs (Indexfonds)”, bestätigt auch Thorsten Michalik von DB X-Trackers, der ETF-Sparte der Deutschen Bank.

Indexfonds und -zertifikate sind so genannte passive Produkte, die anders als viele klassische Investmentfonds kein aktives Fondsmanagement mehr benötigen. Hierdurch fallen wesentlich geringere Gebühren an. Vielfach erzielen Indexfonds und -zertifikate sehr oft im Aufschwung bessere Renditen als viele aktiv gemanagte Fonds. Diese Kombination erklärt das gestiegende Interesse der Anleger. Während der Handelsumsatz mit Indexzertifikaten bereits stagniert, setzen die Börsen wieder mehr mit Fondsprodukte um. “Im Fondshandel konnten wir unseren Umsatz mehr als verdoppeln”, bestätigt ein Sprecher der Börse Stuttgart. An dem Handelsplatz stieg der Fondsumsatz im vergangenen Juni um 114 Prozent auf mehr 390 Mio. Euro. Der Umsatz mit Indexzertifikaten lag dagegen im Juni 2009 bei 560 Mio. Euro und stieg im Vorjahresvergleich nur um zehn Prozent.

Investoren achten vor allem nach der Lehmann Pleite bei der Wahl von passiven Produkten nun verstärkt auf Sicherheit, ergab die jährliche Umfrage zum deutschen Zertifikatemarkt von der Berliner Steinbeis Hochschule und der DZ-Bank, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt.

Dieses Sicherheitsstreben begünstigt gerade ETFs. Denn Zertifikate sind von Banken begebende Anleihen. Im Falle einer Bankenpleite, verfallen sie wertlos. ETF dagegen versprechen wesentlich mehr Sicherheit. Sie gehören zum Sondervermögen einer Bank. Selbst wenn diese pleite geht, zählt das Fondsvermögen der Anleger nicht zur Bilanzsumme und wird damit nicht an andere als die berechtigten Gläubiger ausbezahlt.

Fazit: ETF sind sicherer, Investoren greifen nicht zuletzt deshalb stärker zu den Indexfonds als zu den vergleichbaren Zertifikaten. Wobei die Nachfrage nach Zertifikaten knapp zehn Monate nach der Lehman-Pleite offenbar inzwischen dennoch wieder zulegen kann.

In den kommenden drei Jahren sollen ETF die Zertifikate deshalb nicht nur bei den Handelsumsätzen überholt haben, ergab die aktuelle Umfrage. Auch deren Anteil in den privaten Portfolios der Deutschen soll schon bis 2012 größer sein als der von Zertifikaten. ETF werden dann nicht mehr neun sondern bereits zwölf Prozent eines durchschnittlichen Anleger-Portfolios ausmachen. Zertifikate werden bis dahin statt elf nur noch zehn Prozent aus.

Einen Vorteil haben Indexzertifikate jedoch gegenüber passiven Fondsprodukten: Nur mit den strukturierten Bonus-, Discount-, Garantie- oder Reverse-Zertifikaten kann sich der Investor gegen Kursverluste absichern. Vor diesem Hintergrund machen auch Zertifikate für passive Anleger Sinn. Vor allem wenn die Aktienmärkte fallen oder seitwärts tendieren.

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