Die neue Art des Anlage-Investments: ETF und Indexfonds in Rohstoffe

Nahezu alle Rohstoffe haben in den letzten Jahren einen unvergleichbaren Boom erlebt. Auch wenn das Krisenjahr 2008 zu einer scharfen Korrektur geführt hat, so halten viele Experten und auch Privatanleger Rohstoffe für ein aussichtsreiches Investment. Einige Daueroptimisten prognostizieren beispielsweise einen mittelfristigen Goldpreis von 2.000 US Dollar wie Jim Rogers . Um auch vom möglichen Rohstoffboom zu profitieren, gibt es verschiedene Varianten: Zum einen das rein physische Investment, das natürlich nur für Rohstoffe in Frage kommt, die keinem natürlichen Verfall unterliegen – hier bieten sich vor allem Zertifikate und  Rohstoff ETF (eigentlich ETC: Exchange Traded Commodities) an. Verglichen mit Zertifikaten und dem physischen Investment eignen sich diese Rohstoff ETF besser zum Einstieg in die Rohstoffbranche.

ETF sind deutlich sicherer als Zertifikate, die in der Regel auf bestimmte Rohstoffe spezifiziert oder breit gestreut sind. Das liegt daran, dass das Emittentenrisiko bei den ETF nicht vorhanden ist, denn sie sind ein von einer Fondsgesellschaft verwaltetes Sondervermögen. Das heißt: die Bonität der Fondsgesellschaft spielt bei der Anlageentscheidung keine Rolle. Ein Fiasko wie bei der Lehmann Pleite fällt damit weg.

Weiterhin sind ETFs vergleichsweise günstig. Im Gegensatz zu Zertifikaten, die in der Regel mit Spreads von bis zu 6 Prozent gehandelt werden, sind die Spreads beim Kauf von ETF über die Börse wesentlich geringer. Einen Ausgabeaufschlag, wie er beispielsweise beim Kauf gewöhnlicher Aktienfonds anfällt, gibt es bei Rohstoff ETF grundsätzlich nicht.

Gegenüber dem physischen Investment bieten ETF vor allem auch den Vorteil, dass auch in solche Rohstoffe investiert werden kann, die einem natürlichen Verfall unterliegen oder nur schwer einzulagern sind. Dazu zählen neben den sogenannten Soft Commodities (Agrarrohstoffe) vor allem auch schwere Indsutriemetalle und natürlich potentialstarke und bedeutende Verbrauchsrohstoffe wie Öl und Gas. Durch den Erwerb von Rohstoff ETF anstatt einer physischen Anlage entfallen natürlich die Kosten für die Lagerung und Versicherung der Rohstoffe.

Rohstoff ETFs werden mittlerweile von immer mehr Banken herausgegeben und bieten die Möglichkeit, an der Wertentwicklung eines bestimmten Rohstoffindizes zu partizipieren. Genau wie bei gewöhnlichen ETF, handelt es sich auch bei Rohstoff ETF um sogenannte Indexfonds. Das sind passiv gemanagte Fonds, bei denen das Fondsmanagement keine aktiven Anlageentscheidungen trifft, sondern lediglich einen zu Grunde liegenden Index nachbildet. Dementsprechend kostengünstig sind Rohstoff ETF. Die jährlichen Verwaltungskosten liegen in der Regel deutlich unterhalb von 0,5 Prozent und sind damit deutlich geringer als die für vergleichbare Zertifikate anfallenden Management Fees.

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