ETF-Studie sieht Sättigung – Kontraindikator par excellence
14 Anbieter und rund 500 Produkte tummeln sich inzwischen auf dem deutschen ETF-Markt. Eine aktuelle Studie soll aufzeigen, dass nur neue Produkte Bereich “Themen und Branchen” wirklich gefragt sind.
Die Befragten der Studie sind sich einig: 78,7 % der Befragten gaben an , es gäbe keinen zusätzlichen oder nur geringen Bedarf für neue ETF Produkte. Dem gegenüber stehen lediglich 21,3 % der Befragten, die einen großen oder sehr großen Bedarf für neue weitere ETFs sehen.
Am stärksten schätzen die Befragten die Notwendigkeit an neuen Produkten für institutionelle Anleger – wie Fondsgeschaften, Rentenkassen – mit (42,8 %) ein. An zweiter und dritter Stelle folgen Vermögensverwalter (35,7 %) und private Anleger (31,4 %).
Gefragt wurde zudem nach den Assetklassen Aktien, Renten, Immobilien, Geldmarkt und Themen, wie bspw. Rohstoffe. Unter den abgefragten Assetklassen sehen die Teilnehmer der Befragung das größte Potenzial bei Themen und Branchen. Insgesamt 70,7 % sehen in dieser Assetklasse großes oder sogar sehr großes Potenzial. 67,7 % der Teilnehmer sehen ebenfalls starkes Potenzial bei der Assetklasse Aktien. Das Schlusslicht unter den abgefragten Klassen bilden Immobilien mit lediglich 30,8 % an Zuspruch.
Auch für weitere, zusätzliche neue Anbieter von ETFs sieht die Mehrheit der Befragten keinen oder nur geringen Bedarf. Das Ergebnis ist hier eindeutig. Lediglich 5,2 % aller Teilnehmer geben an, neue Emittenten zu benötigen. Dem gegenüber erachten 91,4 % die derzeitigen 14 Anbieter auf dem deutschen Markt als ausreichend.
Die Studie wurde von der Agentur Kommalpha unter 160 Teilnehmern durchgeführt Die Mehrheit der Befragten bildeten Assetmanager mit 22,9 %, gefolgt von Consultants (20,0 %) und Fondsvertrieblern (17,1 %). Weiter haben Befragte aus mittleren und großen Unternehmen, Vermögensverwalter und Investoren teilgenommen.
Die Redaktion von Exchange Traded Funds sieht gerade in einer derartigen Studie einen hervorragenden Kontraindikator. Wir prohezeihen der ETF-Branche einen ähnlichen Boom wie seinerzeit der Zertifikate-Branche.
Vor allem sehen wir die Branche vor allem in Deutschland erst in der Anfangsphase und damit noch weit von einer Sättigung entfernt.
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