Hebel ETFs nicht ohne Probleme

Hebel-ETFs nicht ohne Problem
30 Short- und 17 Hebel-ETFs stehen Anlegern inzwischen an den verschiedenen europäischen Börsen zur Verfügung. Dies hat ein ETF-Händler der Unicredit München jüngst ermittelt. Mit Short-ETFs verdienen Investoren auch an fallenden Märkten, bei Hebel-ETFs steigt oder fällt der Wert des Fonds in der Regel doppelt so stark wie der Basisindex. Nach db-x trackers, Lyxor und Comstage bietet seit August auch die britische ETF Securities solche Indexfonds in Deutschland in ihrem Portfolio an.
Zwei der vier neuen Fonds von ETF-Securities haben als Basis den Dax und den
Euro-Stoxx-50 und entwickeln sich hier mit dem Faktor zwei. Die beiden anderen (Short-)ETFs steigen doppelt so stark, wie der Dax fällt, beziehungsweise fallen zweimal so stark, wie der Basisindex steigt. Diese doppelte Short-Version wurde in Deutschland bislang zuvor leider noch nicht offeriert.
Die Emittenten zielen eigenen Angaben nach mit ihren Short- und Hebel-ETFs auf institutionelle Kunden ab.
Mit den diesen ETFs sind nun Strategien möglich, die bislang den Einsatz von Futures und
Optionen erforderten. Investoren sollten sich jedoch darüber im Klaren sein, dass die Verdopplung sich immer nur auf einen Tag bezieht. Über längere Zeiträume sind jedoch große Abweichungen – sogenannte track errors – möglich.
Experten raten daher Privatanlegern von solchen Indexfonds ab.
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